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Heidelbeeren sind beliebte Sträucher für den Obstgarten, stellen aber spezielle Ansprüche an Boden und Standort. Die Pflanzen zählen wie die Rhododendren zu den Heidekrautgewächsen und brauchen einen humusreichen, kalkfreien und gleichmäßig feuchten Boden. 

Heidelbeere

 

Obwohl fast alle Kultur-Heidelbeeren selbstfruchtbar sind, sollten Sie immer mindestens zwei unterschiedliche Sorten pflanzen, denn dann ist der Fruchtertrag wesentlich höher. Die Blüten öffnen sich je nach Sorte ab Anfang Mai und werden von Insekten bestäubt.

 

Heidelbeeren richtig pflanzen


Mit der richtigen Standortwahl und Pflanzung stellen Sie die Weichen für einen hohen Ertrag: Heidelbeeren wachsen in der Natur auf feuchten Moorwiesen und im Unterholz lichter Moorwälder. Die Wurzeln der Sträucher breiten sich eher flach im Boden aus, daher sollten Sie ein nicht allzu tiefes Pflanzloch mit großem Durchmesser ausheben. Wenn Ihr Gartenboden nährstoffreich und eher lehmig ist, müssen Sie das Erdreich im Pflanzloch gegen ein lockeres Gemisch aus Sand und Laub- oder Rindenkompost austauschen. Sobald der Kalkgehalt im Boden auch nur leicht steigt, zeigen die Sträucher gelbe Blätter und wachsen kaum noch, weil der Kalkgehalt die Eisenaufnahme der Wurzeln stört. Obwohl Heidelbeeren sehr genügsam sind, sollten Sie eine Handvoll Hornspäne unter den nährstoffarmen Humus mischen, damit die Pflanzen zum Wachsen etwas Stickstoff zur Verfügung haben. Heidelbeeren brauchen ein großes, flaches Pflanzloch mit kalkfreier Humuserde. Man lässt den Wurzelballen etwas aus dem Boden herausschauen und häufelt die Sträucher 10–15 Zentimeter hoch mit Rindenmulch an. Bei der Pflanzung im Frühling werden anschließend alle Blüten entfernt.

Wie die meisten Heidekrautgewächse reagieren Heidelbeeren sehr empfindlich auf zu tiefes Pflanzen, denn ihre Wurzeln sterben bei Sauerstoffmangel sehr schnell ab. Setzen Sie die Pflanzen daher nur so tief ein, dass die Oberkante des Topf- oder Erdballens ein bis zwei Finger breit aus der Erde herausschaut, und häufeln Sie den gesamten Wurzelbereich mit Rindenmulch oder Rindenkompost an. Damit simulieren Sie die natürliche Rohhumusdecke des Bodens am Naturstandort der Heidelbeere.

Wenn Sie Ihre Heidelbeeren im Frühling pflanzen, sollten Sie alle Blüten entfernen. Damit verhindern Sie, dass sich die Sträucher bei der Fruchtbildung verausgaben, obwohl sie noch nicht richtig eingewachsen sind. Eine gute Bewässerung ist nicht nur gleich nach dem Pflanzen wichtig. Auch in den folgenden Jahren müssen Sie darauf achten, dass der Boden spätestens ab der Blütezeit gleichmäßig feucht ist. Anderenfalls bleiben die Beeren klein und fallen vorzeitig ab.